Future L3 ist ein interdisziplinäres Musik- und Performanceprojekt des Komponisten und Violinisten Alexander Meyen, das Klang, Bewegung, Sprache und visuelle Kunst zu einem vielschichtigen Gesamterlebnis verbindet. Ausgangspunkt ist ein konzeptionelles Album mit eigenen Kompositionen, das sich zwischen avantgardistischer Klangkunst, Ambient und New-Age-Fusion verortet. Eine Studio-CD-Produktion liegt bereits vor und bildet die Grundlage für eine kontinuierliche künstlerische Weiterentwicklung.
Im Zentrum von Future L3 steht die Suche nach erweiterten Wahrnehmungsräumen. Die Musik entfaltet sich als fließender Prozess zwischen strukturierter Komposition, Improvisation und elektronischer Transformation. Ableton Live, Live-Looping und Echtzeit-Soundbearbeitung werden nicht als technisches Mittel eingesetzt, sondern als integraler Bestandteil einer organischen Klangsprache. Akustische und elektronische Elemente greifen ineinander und erzeugen dichte, schwebende Texturen ebenso wie rhythmisch präzise, energetische Passagen.
Die internationale Besetzung vereint 5-saitige MIDI-Violine, E-Bass, Schlagzeug und Gesang. Die Violine fungiert dabei als zentrales Bindeglied zwischen akustischem Instrument und elektronischer Klangwelt. Gesang und Sprache bewegen sich zwischen Rezitation, verfremdeter Stimme und melodischem Ausdruck. Im Laufe des Jahres 2026 wird das Ensemble um ein Streichtrio erweitert, wodurch sich das klangliche Spektrum nochmals vertieft und eine neue, nahezu orchestrale Dimension entsteht.
Ein wesentliches Element von Future L3 ist die Verbindung von Klang und Körper. Der Einsatz von Butoh-Tanz eröffnet eine physische Ebene jenseits narrativer Illustration. Langsame, konzentrierte Bewegungen, rituelle Gesten und extreme körperliche Präsenz treten in einen direkten Dialog mit Musik und Klang. Tanz wird hier nicht begleitet, sondern gedacht – als gleichwertige Ausdrucksform innerhalb eines offenen performativen Raums.
Inhaltlich speist sich das Projekt aus Texten von William S. Burroughs, einer zentralen Figur der Beat Generation, sowie von Alan Watts, Mystiker und Philosoph. Ihre Gedanken zu Bewusstsein, Sprache, Zeit und Transformation werden fragmentarisch, rezitativ oder gesanglich in die Performance integriert. Die Texte fungieren dabei weniger als lineare Erzählung denn als Impulsgeber für Assoziationen, Klangentwicklungen und innere Bilder.
Die visuelle Ebene von Future L3 ist inspiriert von den Liquid-Light-Shows der 1960er- und 1970er-Jahre, die als frühe Form immersiver Live-Kunst galten. Diese Ästhetik wird in eine zeitgenössische Live-Videokunstübersetzt: Projektionen, Licht und bewegte Bilder reagieren auf Musik, Körper und Raum und verstärken den tranceartigen, meditativen Charakter der Aufführung.
Future L3 versteht sich als offenes, wachsendes Kunstprojekt, das sich bewusst jenseits klarer Genrezuordnungen bewegt. Zwischen Konzert, Performance, Installation und Ritual entsteht ein Erfahrungsraum, der das Publikum einlädt, sich auf eine intensive, entschleunigte und zugleich hochenergetische Wahrnehmung einzulassen. Das Projekt richtet sich an ein Publikum, das Interesse an experimenteller Musik, interdisziplinärer Kunst und spirituell geprägten Ausdrucksformen hat.
Spanische Webseite: www.future-l3.es